Die Holzschälmaschine

Die Maschine vor der Renovierung Dieser Maschine soll ein eigener Artikel gewidmet werden, weil sie schon etwas Besonderes darstellt. Einen Pflug oder Egge kennt eigentlich jeder, aber eine Maschine zum Entrinden von Stämmen haben viele doch noch nicht gesehen.
Hauptsächlich wird der Apparat von uns zum Entrinden von Stangen genutzt, die wiederrum beim Bau von Koppeln, Zäunen oder Hallen benötigt werden.
Allerdings sollen auch schon ganze Baumstämme durch die Maschine gejagt worden sein. Dazu fehlen aber jegliche Dokumentationen.


Die Funktionsweise:

Detailansicht der Schälvorrichtung Die längs liegende Schnecke treibt die Stange durch die Maschine und drückt die Stange an den Messerteller. Von oben drückt ebenfalls noch eine Roll-Schneide auf die Stange, bei durchlaufender Stange wird dadurch die Rinde in einem korkenzieherähnlichen Muster aufgeritzt. Dies ergibt dann den typischen Rindenmulch, der durch das senkrecht stehende Gebläse in die Luft gejagt wird.
Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es so aus, dass zur Bedienung drei Mann notwendig sind. Zwei Mann verlustigen sich an den beiden Enden des Werkstoffs und ein Mann steht an der Maschine und korrigiert mit dem Fußhebel den Druck des oberen Schneidmessers. Der im Brennpunkt des Geschehens stehende Mann hat die berühmte A-Karte gezogen. Da der Rindenmulch in die Luft geblasen wird, er aber gemäß Newtons Gravitationsgesetzen dort nicht bleibt, sieht der Mittelmann wie der Wald in persona aus. Ihm hilft nur ein breitkrempiger Hut und ein langer Regenmantel, auch wenn die Sonne noch so brennt.


Die Schälmaschine nach der Renovierung am Unimog Mitte Februar ist die "Hölzern Schälmaschine" fertig gestrichen. An einem herlichen Wintertag voller Sonnenschein wurde die Maschine wieder an ihren Stammplatz überführt. Dort wartet sie nun auf ihren ersten Einsatz, blinkend und blitzend in den Farben rot-grün, eine bei landwirtschaftlich genutzten Geräten durchaus beliebte Farbkombination.